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Bunkerstory

1985 - 2015 = 30 Jahre Musikbunker-Hamburg mit 333 Räumen 

Als „Bunker“ wurden früher die Kohlenräume auf Dampfschiffen oder allgemein Vorratsräume bezeichnet. Heute denken die Menschen bei dem Begriff wohl zuerst an Schutzräume, die im zweiten Weltkrieg die Zivilbevölkerung vor den Luftangriffen schützen sollten.
Nach dem Krieg sorgten Wohnungsnot und immensen Flüchtlingsströme aus den Ostgebieten dafür, dass Bunker auch als Wohnraum genutzt wurden. Diese Elendsquartiere bestanden teilweise bis in die 1970er Jahre. Doch auch der Zivilschutz war nach Kriegsende weiterhin ein wichtiger Aspekt. Die Kuba Krise, der Krieg in Korea und vor allem der Kalte Krieg waren Ausschlag gebend für einen weitern Ausbau der Bunker zum Schutze der Bevölkerung. Mit dem Ende des Kalten Krieges traten die unterschiedlichsten Nutzungsformen auf den Plan. So nutzten z. B. Möbelspeditionen Bunker als Lagerräume. Aber auch über die Unterbringung von Obdachlosen oder DDR Flüchtlingen in Bunkern wurde nachgedacht.

Auch wir als Familienunternehmen führen Bunker in Hamburg einer neuen Nutzung zu. Mittlerweile vermieten wir in unseren sieben hamburger Bunkern Probe- oder Hobbyräume. Im Jahre 1985 erwarben wir den ersten Bunker in der Eiffestraße 634. Er sollte ursprünglich unserem Antik-Kaufhaus als Lager dienen. Schnell erhielten wir jedoch viele Anfragen von Musikern, ob wir ihnen einen Proberaum im Bunker vermieten könnten. 
Eine neue Idee wurde geboren; der Bunker wurde für Probe- und Hobbyräume umgebaut und das geplante Lager richteten wir in einer ländlichen Scheune ein. Aufwendig und mit viel Improvisationstalent wurden die Etagen ausgebaut. Viele nicht tragende Wände mussten entfernen werden um ausreichend große Räume für die Musiker schaffen zu können. Da es keine Aufzüge gab, musste der Abbruch in Eimern über die Treppen nach draußen getragen werden. Die neuen Materialien wurden ebenfalls per Hand durch das Treppenhaus transportiert. Die alte Elektrik wurde durch Neue ergänzt und natürlich durften auch feuerhemmende Türen, Fluchtwege und Toiletten nicht fehlen.

Etwa ein halbes Jahr später wurden alle Räume an die neuen Mieter übergeben.